Kidults, KI und Interaktion: Das war die Spielwarenmesse 2026

Donnerstag, 29. Januar 2026

Es ist ein bisschen wie Nach-Hause-Kommen. Sobald wir an der U-Bahn-Station Messe Nürnberg aussteigen und uns mit all den anderen Besucher:innen Richtung Eingang bewegen, ist es wieder da: dieses ganz besondere Spielwarenmesse-Gefühl. Man hört unzählige Sprachen, sieht bekannte Gesichter und neue, Händler:innen, Journalist:innen, Unternehmer:innen, Messemitarbeiter:innen, zahlreiche Maskottchen – und mittendrin wir. Für uns ist die Spielwarenmesse einer der wertvollsten Branchentreffs überhaupt. Ein Ort für Austausch, für Inspiration, für spontane Begegnungen. Und genau deshalb genießen wir es jedes Jahr aufs Neue, Teil dieses Events zu sein.

Kidults: noch präsenter, noch vielfältiger

Ein zentrales Thema, an dem man in diesem Jahr nicht vorbeikam, war erneut – und noch stärker als zuvor – Kidults. Der Trend ist längst kein Nischenthema mehr. Das zeigte sich nicht nur auf der Sonderfläche, auf der entsprechende Produkte gezielt in Szene gesetzt wurden, sondern auch ganz selbstverständlich an den Messeständen vieler Unternehmen.

Sammelobjekte, Sammelkarten und -figuren waren ebenso präsent wie besonders kreative Konzepte. Viele Hersteller bedienen gezielt Themen wie Mindfulness und Kreativität, andere setzen auf technische Spielzeuge, bei denen Bewegung eine Rolle spielt, oder auf komplexe Bausets, die Konzentration und Geduld erfordern. Auch Nostalgie war deutlich spürbar: Neuauflagen bekannter Klassiker, Produkte im Retro-Look oder Designs, die Erinnerungen wecken. Der Kidult-Trend zeigt, wie breit Spiel heute gedacht wird und wie gezielt unterschiedliche Bedürfnisse angesprochen werden.

Zurückhaltung bei KI im Spielzeug

Künstliche Intelligenz war ebenfalls Thema – unter anderem auf einer eigenen Sonderfläche. Insgesamt hatten wir aber den Eindruck, dass viele Unternehmen hier noch sehr vorsichtig agieren. Und das finden wir gut. Denn gerade wenn es um Kinderzimmer geht, ist ein kritischer und verantwortungsvoller Umgang mit KI aus unserer Sicht unerlässlich.

Mehr Interaktion, mehr Erlebnis an den Messeständen

Was uns besonders gefallen hat: die Gestaltung der Messestände. Viele Unternehmen setzten in diesem Jahr bewusst auf Interaktion: Fotoboxen, Mitmach-Aktionen, Dinge zum Ausprobieren. Teilweise kam dabei auch KI zum Einsatz, etwa um Besucher:innen kreativ in Bildmotive zu integrieren oder spielerische Erlebnisse zu schaffen. Clever umgesetzt, sorgte das für Aufmerksamkeit, Gesprächsanlässe und Spaß.

Unser Fazit

Die Spielwarenmesse 2026 hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig persönlicher Austausch für die Branche ist. Die Gespräche, die Eindrücke, die vielen unterschiedlichen Perspektiven – all das macht diese Messe für uns so wertvoll. Wir nehmen viele Inspirationen und Impulse mit und freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr.