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TV glaubwürdiger als Facebook


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Freitag, 15. September 2017

Es ist eine Binsenweisheit: Facebook, Twitter und Co. spielen als Informationsquellen eine immer größere Rolle. Wenn es um die Glaubwürdigkeit geht, haben allerdings die klassischen Medien die Nase vorn. Zwei aktuelle Umfragen bestätigen das. Kritisch dabei ist: Je jünger die Befragten, desto weniger Relevanz haben klassische Medien für die Informationsgewinnung.

In einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC wurden 1.000 Deutsche befragt. Als wichtigste Informationsquellen zu politischen Ereignissen gab die Mehrheit das öffentlich-rechtliche Fernsehen (80 Prozent) sowie Tages- und Wochenzeitungen als vertrauenswürdigste Medien an.
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Online-Umfrage der FOM Hochschule. Silvia Boßow-Thies, eine der Studienleiterinnen, stellt fest, „dass die Befragten eine relativ kritische Grundhaltung haben, wenn es um den Wahrheitsgehalt von Meldungen auf Social-Media-Plattformen geht“.

Eine wenig überraschende Aussage der Studien: Je jünger die Befragten, desto weniger Relevanz haben klassische Medien für die Informationsgewinnung. Gerade für jüngere Nutzer gilt: Social-Media-Plattformen sind die am häufigsten genutzten Informationslieferanten, bilden aber gleichzeitig das Schlusslicht hinsichtlich der vermuteten Glaubwürdigkeit.

Für die klassischen Medienhäuser bedeuten die Studienergebnisse zum einen eine große Chance: In der Informationsflut der digitalen Welt werden sie von vielen immer noch als Leuchttürme für ausgewogene, transparente und glaubwürdige Information der Bürger wahrgenommen. Mit Blick auf die Auswertung nach Alterskohorten ergibt sich aber auch ein Auftrag daraus: Die Medienhäuser müssen mit diesem Pfund wuchern, um auch jüngere Mediennutzer stärker für sich zu gewinnen.

Die Umfrageergebnisse von PwC und FOM sind online verfügbar.